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Community-Carsharing YouTaxi nutzt CloudBoxx von Invers für Mobilität im ländlichen Raum

Der neue Carsharing-Pilot YouTaxi von der Tobit Laboratories AG basiert auf digitalen Mietprozessen und dem Mitwirken der Nutzer im operativen Betrieb. Für den zuverlässigen digitalen Zugriff auf die Fahrzeuge und relevante Fahrzeugdaten setzt der Anbieter Carsharing-Technologie von Invers ein. Kombiniert mit dem Community-Ansatz, nach dem Nutzer die Autos laden, tanken, waschen und bei Bedarf zum nächsten Kunden bringen, kommt der Dienst ohne eigenes Betriebspersonal aus. Ziel des Pilotprojektes ist, die für den ländlichen Raum typischen Lücken im Mobilitätsangebot mit einem kostengünstigen Angebot zu schließen.

Seit dem 1. April stehen im münsterländischen Ahaus Elektrofahrzeuge zur Verfügung, die sich über die SuperApp der Stadt buchen und nutzen lassen. Die Ahaus SuperApp ist eine zentrale Plattform für die selbsternannte Digitalstadt Ahaus, die Services der Verwaltung, lokale Angebote aus Handel und Gastronomie, Vereine und Freizeit in einer einzigen Anwendung bündelt. Die Carsharing-Plattform der Tobit Laboratories AG will zeigen, dass Kommunen wie Ahaus Lücken des öffentlichen Nahverkehrsangebots im ländlichen Raum mit einem innovativen digitalen Mobilitätskonzept schließen können, ohne eine eigene Carsharing-Fahrzeugflotte, komplexe Verwaltungsprozesse und Personal vorhalten zu müssen.

Digitale Lösungen für ein flexibles Mobilitätsangebot

Den digitalen Fahrzeugzugang und automatisierte Mietprozesse gewährleistet das Team der Tobit Laboratories mit der CloudBoxx von Invers und ihrer eigenen Software auf der Basis von chaynsOS. Detaillierte Daten aus der Fahrtenanalyse von INVERS Driving Analysis nutzen sie darüber hinaus, um gutes Fahrverhalten von Nutzerinnen und Nutzern zu belohnen und bei auffälligem Fahrverhalten zu warnen. “Ein reibungsloser und vollständig digitaler Mietprozess bildet die Basis unseres Carsharing-Konzepts“, sagt Niko Schaten, Geschäftsführer von Tobit. „Die Carsharing-Technologie von Invers bietet uns eine entwicklerfreundliche Schnittstelle, die zuverlässigste Konnektivität und den Zugriff auf alle relevanten Fahrzeugdaten, um den Flottenbetrieb flexibel und effizient zu verwalten.“ Das Angebot kommt an, insbesondere bei jüngeren Zielgruppen: seit April verzeichnet YouTaxi monatlich steigende Buchungszahlen. Das Durchschnittsalter der Fahrerinnen und Fahrer liegt bei 32 Jahren und rund 64 Prozent sind unter 35.

Community-Credits und rollende Werbebotschaften

Für den laufenden Betrieb setzt YouTaxi auf ein Community-Credit-Modell: Die Community übernimmt die operativen Aufgaben. Nutzerinnen und Nutzer registrieren sich und erhalten Credits dafür, dass sie Fahrzeuge umparken, an Ladestationen aufladen, reinigen oder zu anderen Nutzern bringen. Die Plattform koordiniert diese Prozesse digital, vom Buchen des Autos über das Verteilen der Aufgaben bis zur automatischen Abrechnung. Den Ausbau der Flotte finanziert YouTaxi über ein Vermarktungskonzept: Lokale Unternehmen können Fahrzeuge zu attraktiven Preisen als mobile Werbefläche buchen, um ihre Botschaften durch den Ort zu schicken. Sie finanzieren damit das Leasing und werden per Kickback an dem Umsatz mit dem Auto beteiligt. In Ahaus unterstützen auf diese Weise seit Projektstart bereits mehr als zehn Einzelhändler, Gastronomen und Handwerksbetriebe das Mobilitätsangebot, so dass neben den 22 Autos von YouTaxi weitere 10 Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Auch in den Nachbarstädte Vreden, Stadtlohn und Legden sind die ersten Fahrzeuge auf der Straße und das Netz wird weiter ausgebaut. “Immer wieder hören wir, dass Carsharing sich im ländlichen Raum nicht kostendeckend umsetzen lässt”, sagt Bharath Devanathan, CBO bei INVERS. “Das Team von Tobit hat mit YouTaxi jetzt ein interessantes Konzept entwickelt, das mit den Werbepartnern vor Ort und der User Community verschiedene lokale Bezugsgruppen einbindet und Kommunen möglicherweise einen neuen zielführenden Ansatz für nachhaltige Carsharing-Angebote bieten könnte. Denn einige erfahrene Mobilitätsforscher betonen, dass im urbanen Umfeld gut verankerte lokale Lösungen größeres Aussicht auf Erfolg haben. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse dieses Piloten.”

Für Kommunen außerdem attraktiv: sie können Förderprogramme wie LEADER-Mittel, das BMDV-Sofortprogramm „Stadt und Land“ und Elektromobilitätshilfen kombinieren, um den Start eines Community-Carsharing-Angebots zu finanzieren.