Pkw‑Neuzulassungen im März: Flotten stabil, Privatmarkt treibend
Dienstwagen sind weiterhin ein wesentlicher und beständiger Bestandteil des Pkw-Marktes. Dies zeigt sich insbesondere daran, dass das Flottengeschäft im Monat März einen Zuwachs verzeichnen konnte. Allerdings ist festzustellen, dass die Dynamik in diesem Bereich deutlich geringer ausfällt als in anderen Vertriebskanälen des Pkw-Marktes. Im Vergleich zu den stärker wachsenden Segmenten zeigt das Flottengeschäft somit eine abgeschwächte Entwicklung, obwohl es weiterhin eine wichtige Säule des Marktes darstellt. Die Stabilität des Flottengeschäfts unterstreicht seine Bedeutung, während die geringere Dynamik aufzeigt, dass andere Bereiche derzeit ein höheres Wachstum aufweisen.

Flotten mit moderatem Plus
Der deutsche Automarkt hat im März deutlich an Dynamik gewonnen. Nach einem moderaten Plus von vier Prozent im Februar legten die Pkw‑Neuzulassungen um 16 Prozent zu und erreichten 294.147 Fahrzeuge. Ein wesentlicher Treiber war die neu aufgelegte Förderung von Elektroautos und Plug‑in‑Hybriden, die erstmals spürbare Effekte zeigte.
Bei genauerer Betrachtung relativiert sich das Wachstum jedoch. Wie Dataforce mitteilte, läge der saisonbereinigte Jahreshochlauf (SAAR) bei rund 2,87 Millionen Pkw, wenn jeder Monat so verlaufen würde wie der März. Zudem profitierte der Markt von einem schwachen Vorjahresmonat sowie von 1,4 zusätzlichen Arbeitstagen, die den Vergleich verzerren.
Neben dem kräftig wachsenden Privatmarkt trug auch der Flottenmarkt erneut zum Gesamtplus bei. Mit 80.672 neu zugelassenen Firmenwagen lag der Kanal 8,6 Prozent über dem Vorjahresmonat. Damit setzte sich der stabile Aufwärtstrend der vergangenen Monate fort, wenn auch deutlich moderater als im Privat- oder Vermietergeschäft.
„Im Pkw‑Privatmarkt ging es deutlich bergauf – vor allem durch die neue E‑Auto Förderung. Dennoch lief der März eher schwach, wenn man etwas hinter die Kulissen blickt“, erklärte Julian Litzinger, Automotive Analyst bei Dataforce. „Privatleute und Flotten fragen deutlich mehr E‑Autos nach, währenddessen die Verbrenner gerne von den Vermietern abgenommen werden.“
Zwei Kanäle mit besonders starkem Wachstum
Der Zuwachs von mehr als 40.000 Pkw gegenüber dem Vorjahr stammt laut Dataforce vor allem aus zwei Kanälen: dem Privatmarkt, der um 22,2 Prozent auf 103.020 Fahrzeuge wuchs, sowie den Autovermietern, die ihre Zulassungen um 38,1 Prozent auf 40.598 Einheiten steigerten.
Die Eigenzulassungen von Handel (44.661 Fahrzeuge) und Herstellern (25.196) legten ebenfalls zu, blieben volumenmäßig jedoch am unteren Ende der Wachstumsbeiträge.

